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Freiburg- historische Kulturdenkmäler auf einem Felssporn

In einer seit der Steinzeit besiedelten Region wurde im Jahre 1157 Freiburg gegründet. Der Stadtstaat befand sich damals im Besitz der Zähringer, einem Volk, welches zu dem Zeitpunkt von Herzog dem Fünften regiert wurde. Bereits wenige Jahrzehnte später starb das Geschlecht der Zähringer aus.

Die Geschichte Freiburgs

So kam es, dass Freiburg gegen Ende des 13. Jahrhunderts durch das Haus Habsburg, einer Dynastie, die durch einen Zusammenschluss deutscher Könige und Kaiser entstand, gekauft wurde. Schnell entwickelte sich die Stadt zum regen Zentrum von Handel und Gewerbe. Zu den rentabelsten Handwerken zählten damals die Tuchmacherei und die Gerberei. Der Handel mit den daraus entstandenen Produkten machte Freiburg schon damals in ganz Europa bekannt. Daraufhin konnte das Gebiet Freiburgs immer mehr erweitert werden. Da auch die Schweiz von Gebietskämpfen und daraus resultierenden Kriegen nicht verschont wurde, verloren die Habsburger Freiburg in der Mitte des 15. Jahrhunderts an die Savoyer. Diese Herrschaft hielt nicht lange, sodass Freiburg im Jahre 1478 zur freien Reichsstadt erklärt werden konnte. In den folgenden Jahren gewann das pulsierende Freiburg immer mehr an Gebiet und wurde zu einer reichen Stadt. Der Reichtum hatte zur Folge, dass sich mehr und mehr der begütertsten Geschlechter zusammenschlossen und zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Macht in Freiburg ergriffen. Diese in sich geschlossene Oberschicht nannte sich Patriziat. Sehr zum Verdruss des Freiburger Volkes hatte das Patriziat die die komplette Macht über sämtliche Bereiche der Stadt. Sie hatten das Sagen in Bezug auf Wirtschaft, Soziales und Kultur.

Die Patrizier

In den zweihundert Jahren Unterdrückung versuchten sich die Freiburger Bürger mehrfach, mit Hilfe von Volksaufständen zu befreien. Immer wieder wurden diese jedoch niedergeschlagen. Das änderte sich erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als die Schweiz von französischen Truppen belagert wurde. Kurz darauf kapitulieren die Patrizier. Im Jahre 1803 kam es zur Trennung zwischen Kanton und Gemeinde. Bis heute ist Freiburg der Hauptort des Kantons. Nachdem die Patrizier im Jahre 1814 für nicht mal zwei Jahrzehnte eine Renaissance erlebten, erhielt Freiburg ab Mitte des 18. Jahrhunderts eine eigene Verfassung und bekam endlich das freie Wahlrecht für das gesamte Volk zugesprochen. Zur gleichen Zeit schritt der Industrialisierungsprozess mehr und mehr voran. Freiburg wurde an das Eisenbahnnetz angeschlossen und errichtete ein eigenes Industriegebiet. Einige Brauereien, ein Bahnhof und eine der berühmten Schweizer Schokoladenfabriken entstanden in dem Gebiet. Die Infrastruktur von Freiburg Verändertes sich. Es entstanden viele neue Wohnhäuser, um dem Bevölkerungszuwachs der lebhaften Stadt entgegenzukommen.

Freiburg heute

Heute hat sich Freiburg von einer Industriestadt zu einer florierenden Dienstleistungsregion entwickelt, in welcher die Bereiche Bildung, Verwaltung und Tourismus dominieren. Freiburg ist ein beliebtes Ziel von Touristen aus aller Welt. Kein Wunder besitzt Freiburg doch den größten zusammenhängenden Altstadtkern Europas. Idyllisch auf einem Felsvorsprung (Sporn) gelegen, lädt er die Menschen zu einem Streifzug durch die Geschichte ein, bei dem zahlreiche historische Bauten von vergangenen Epochen erzählen. Ein Großteil der Gebäude entstammt dem 16. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht dabei das Burgquartier. Reste der alten Stadtmauer konnten erhalten werden, genau wie vierzehn Türme und Bollwerk. Ein Highlight ist dabei die gotische St. Nikolaus Kathedrale, die nur eine von zahlreichen, imposanten Kirchen und Klöstern einer Stadt ist, die seit Jahrhunderten als Kernzentrum des weitverbreiteten Katholizismus gilt. Ein Bummel durch Freiburg ist ein Erlebnis für alle geschichtsinteressierten und kunstliebenden Kulturfreunde.

Foto: Michael Zimberov – Fotolia

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